Fortbildungsinhalte:
Gedächtnistrainings werden immer
beliebter und Gedächtnistrainer werden in Zukunft zunehmend gefragt sein. Das
Gedächtnismanagement-Konzept schließt das Hirnjogging und Gedächtnistraining in
kritischer Form mit ein. Es begnügt sich aber nicht mit der Vermittlung der
üblichen Gedächtnisstrategien. Ein Gedächtnismanager hat ein breites Know-How im Bereich der Gedächtnispsychologie. Er/Sie kann
Gedächtnisprobleme im Alltag analysieren und maßgeschneiderte Strategien für
einzelne Klienten entwickeln.
Stundenplan: Fortbildung zum Gedächtnismanger
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Uhrzeit |
Montag |
Dienstag |
Mittwoch |
Donnerstag |
Freitag |
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8.00-9.30 |
Begrüßung Was ist kognitive Psychologie Methoden und Ergebnisse |
Kognitive Psychologie II |
Interne und Externe Gedächtnishilfen „Eselsbrücken und verknotete Taschentücher“ |
Programme für Hirnjogging und Gedächtnistraining |
Verhaltens-orientiertes Gedächtnistraining und Gedächtnis-management |
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9.30-10.00 |
Frühstückspause |
Frühstückspause |
Frühstückspause |
Frühstückspause |
Frühstückspause |
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10.00-11.30 |
Kognitive Psychologie I |
Kognition und Altern |
Was kann Gedächtnistraining? |
Wie baut man ein Gedächtnistraining auf? |
Verhaltensanalyse I |
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11.30-12.30 |
Psychomotorik |
Psychomotorik |
Psychomotrik |
Psychomotorik |
Psychomotorik |
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12.30-13.30 |
Mittagspause |
Mittagspause |
Mittagspause |
Mittagspause |
Mittagspause |
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13.30-15.00 |
Gedächtnis-psychologie I |
Gedächtnis-psychologie II |
Mnemotechniken I |
Mnemotechniken II |
Verhaltensanalyse II |
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15.00-15.30 |
Kaffepause |
Kaffeepause |
Kaffeepause |
Kaffeepause |
Kaffeepause |
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15.30-17.00 |
Fitness für die grauen Zellen |
Hirnjogging Übungen |
Lerntechniken I |
Lerntechniken II |
Gruppenregeln |
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17.00-17.15 |
Tagesausklang |
Tagesausklang |
Tagesausklang |
Tagesausklang |
Verleihung der Teilnahme-Urkunden |
Aufschlüsselung der Unterrichtsfächer
Kognitive Psychologie:
Das Fach beschäftigt sich mit den Grundlagen geistiger Aktivitäten, wie Aufmerksamkeit, Sprache, Gedächtnis, Denken und Planen. Ein guter Gedächtnistrainer braucht ein Verständnis für den Zusammenhang zwischen Gedächtnis und anderen geistigen Leistungsbereichen, da diese häufig Voraussetzung für gute Gedächtnisleistungen sind. Etwa 80% aller Fehlleistungen im Gedächtnisbereich werden beispielsweise durch Aufmerksamkeitsstörungen verursacht! Es geht also auch darum, Aufmerksamkeitsleistungen zu verstehen und bei Bedarf zu trainieren.
Weiterführende Literatur: Anderson. Kognitive Psychologie. Spectrum-Verlag 2002
Gedächtnispsychologie:
Wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse zu Funktion, Arbeitsweise und Organisation des menschlichen Gedächtnisses stellen eine Voraussetzung für qualitativ hochwertige Trainings im Gedächtnisbereich dar. Diese fachlichen Voraussetzungen werden in der Gedächtnispsychologie anschaulich vermittelt.
Literatur:
Kognition und Altern
Es wird heute noch sehr viel von Altersvergesslichkeit gesprochen. Dieser Begriff entbehrt aber jeder wissenschaftlichen Grundlage. Im Alter wird man nicht automatisch vergesslich. Verschiedene große Studien zum Thema Alter und Kognition haben teilweise widersprüchliche Ergebnisse erbracht und sind deshalb nur mit entsprechend kritischer Fachkenntnis zu interpretieren. Insgesamt lässt sich aber feststellen, dass Leistungen wie Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit und Aufmersamkeitsteilung mit zunehmendem Alter physiologisch nachlassen. Die Gedächtnisleistungen verschlechtern sich nur in Teilbereichen.
Literatur: Hanckock,
Handbook of Aging
and Cognition,
Shaie, The
Fitness für die grauen Zellen
(Hirnjogging)
Hirnjogging gibt es in unterschiedlichen Varianten. Von Büchern, in denen verschiedene Übungen vorgestellt werden, bis hin zu programmierten Trainings und Computerprogrammen gibt es eine breite Auswahl.
Allerdings haben die Übungen in allen Hirnjogging-Angeboten große Ähnlichkeit miteinander. Trainiert wird vor allem die Konzentrationsfähigkeit. Als wichtigste Aufmerksamkeitsleistung stellt die Konzentration eine Voraussetzung für gute Gedächtnisleistungen dar. Somit sind Konzentrationstrainings sinnvoll.
Literatur: Oswald Selbständigkeit im Alter (SIMA)
Psychomotorik
Körperliche Bewegung stellt eine
wirksame Unterstützung des Gehirns dar! Eines der wenigen, wissenschaftlich
untersuchten Bewegungsprogramme ist das Psychomotorik-Training. Dieses wird
vorgestellt und während der Weiterbildung täglich geübt.
Gedächtnistraining
Leider wird immer noch in vielen Hirnjogging Büchern behauptet, dass man mit Ihnen das eigentliche Gedächtnis trainieren könne. Ein generelles Gedächtnistraining gibt es nicht und kann es auch nicht geben, da sich unser Gedächtnis nur in Teilbereichen trainieren lässt. Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher Gedächtnistrainings werden vorgestellt.
Literatur: Leitfaden Gedächtnistraining
Gedächtnisstrategien
Interne und externe Gedächtnisstrategien werden vorgestellt. Der Umgang mit externen Merkhilfen muss in vielen Fällen optimiert werden. Hierzu werden Trainingsansätze von B. Wilson und R. Kaschel vorgestellt. Im Bereich der internen Gedächtnisstrategien spricht man auch von Mnemotechniken. Wissenschaftlich wirksame Mnemotechniken werden erklärt. Unwirksame Mnemotechniken werden ebenfalls dargestellt, da diese häufig in der Literatur noch sehr verbreitet sind.
Eine wirksame Methode, Gedächtnisprobleme im Alltag zu analysieren ist die Verhaltensanalyse. Diese wurde bereits von R.Kaschel in seinem verhaltenstherapeutischen Gruppenprogramm erfolgreich angewendet. Eine Fortsetzung findet ihre Anwendung im Gedächtnismanagement-Konzept von S.Paulsen.
Literatur: B. Wilson
R. Kaschel
S.Paulsen
(Konzept im Bearbeitung - letzter Eintrag am 01.09.2009, S.Paulsen - das gedächtnisbüro)
