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Informationen, so wichtig sie sind, bekommen in unserer Gesellschaft Übergewicht. Glaubt man der Werbung, trauen sich junge Berufstätige ohne Ihren Laptop nicht mehr aus dem Haus, weil sie sonst fürchten müssen, dass ihre Aktien abstürzen, die Bank eine falsche Überweisung tätigt, und der Lieblingsverein in die zweite Liga absteigt, ohne dass sie es mitbekommen. Die größte Angst aber, die zum Kauf unzähliger Organiser und Handys mit Internetanschluss führt, ist die, etwas ganz Wichtiges zu verpassen. `"Tut mir leid, ich hab das einfach nicht mitgekriegt", diese Ausrede gilt nicht mehr im Informationszeitalter, wenn man mithalten will. Dabei werden wir Tag für Tag mit unwichtigsten Informationen überfüttert, die aber scheinbar wichtig daher kommen.
Unser Gehirn macht angesichts eines solchen Informationsdrucks das, was jeder Arbeitsspeicher eines Computers bei Überlastung tut, es schaltet ab. Die daraus resultierenden Gedächtnisprobleme werden dann nicht selten als bedrohlich erlebt, als Versagen.
Tatsächlich aber ist dies ein wertvoller Schutzmechanismus.
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